Die Bedeutung von Lastgeschwindigkeitsprofilen
Last-Geschwindigkeits-Profile beziehen sich auf das Verhältnis zwischen der gehobenen Last und der Geschwindigkeit, mit der sie beim Krafttraining gehoben wird. Dieses Verhältnis ist für Krafttrainer und Sportler ein wichtiger Faktor, da es sich auf die Effektivität des Trainings und das Verletzungsrisiko auswirken kann. Hier werden wir die Last-Geschwindigkeits-Profile im Krafttraining näher betrachten.
Das Verhältnis zwischen Belastung und Geschwindigkeit lässt sich als umgekehrte Beziehung beschreiben, bei der schwerere Lasten mit geringerer Geschwindigkeit und leichtere Lasten mit höherer Geschwindigkeit gehoben werden. Diese Beziehung ist in der Fachliteratur gut dokumentiert und stellt ein grundlegendes Prinzip des Krafttrainings dar. Das Belastungs-Geschwindigkeits-Profil wird üblicherweise als Kurve dargestellt, wobei die Belastung auf der x-Achse und die Geschwindigkeit auf der y-Achse abgelegt sind.
Welche Vorteile bietet das Verhältnis zwischen Belastung und Geschwindigkeit?
Das Verhältnis zwischen Belastung und Geschwindigkeit ist für Krafttrainer ein wichtiger Faktor bei der Erstellung von Krafttrainingsprogrammen für ihre Athleten. Im Allgemeinen werden schwerere Lasten eingesetzt, um Maximalkraft aufzubauen, während leichtere Lasten zur Entwicklung von Kraft und Schnelligkeit verwendet werden. Somit kann das Last-Geschwindigkeits-Profil genutzt werden, um die geeigneten Lasten für verschiedene Trainingsziele zu bestimmen. Wenn ein Athlet beispielsweise seine Maximalkraft steigern möchte, kann das Last-Geschwindigkeits-Profil herangezogen werden, um die geeigneten Lasten für das Training zu ermitteln.
Eine gängige Anwendung der Untersuchung des Verhältnisses zwischen Belastung und Geschwindigkeit besteht darin, Bereiche in der Leistung eines Sportlers zu identifizieren, die verbessert werden können. Wenn ein Sportler beispielsweise bei einer bestimmten Bewegung nicht genügend Kraft aufbringt, kann die Analyse des Belastungs-Geschwindigkeits-Verhältnisses dieses Problem aufzeigen und dem Sportler helfen, an der Verbesserung seiner Technik zu arbeiten. Und umgekehrt, wenn er zwar viel Gewicht bewegt, dies aber langsam tut, wissen wir, dass wir daran arbeiten müssen, ihn schneller zu machen.
Eine weitere Anwendung der Belastungsgeschwindigkeitsanalyse ist die Vorbeugung von Verletzungen. Durch die Überwachung der Kraft und Geschwindigkeit der Bewegungen eines Sportlers während eines Spiels oder Trainings können Trainer und Betreuer Bewegungsabläufe erkennen, die ein Verletzungsrisiko für den Sportler darstellen. Anschließend können sie gemeinsam mit dem Sportler daran arbeiten, dessen Technik anzupassen oder die bei diesen Bewegungen aufgewendete Kraft zu reduzieren.
Schließlich lässt sich die Last-Geschwindigkeits-Analyse zur Leistungsoptimierung eines Sportlers nutzen. Indem sie die Bewegungen identifizieren, die die größte Kraft und Geschwindigkeit erzeugen, können Trainer und Betreuer Trainingsprogramme entwickeln, die sich auf diese Bewegungen konzentrieren. Dies kann dem Sportler helfen, seine Leistung in diesen Bereichen zu steigern und letztendlich seine Gesamtleistung auf dem Spielfeld zu verbessern.
Überwachung des Fortschritts anhand des Lastgeschwindigkeitsprofils
Neben der Bestimmung geeigneter Belastungen kann das Belastungs-Geschwindigkeits-Profil auch zur Überwachung der Trainingsfortschritte eines Sportlers herangezogen werden. Indem sie die Veränderungen des Belastungs-Geschwindigkeits-Profils im Zeitverlauf verfolgen, können Krafttrainer feststellen, ob ein Sportler im Training Fortschritte macht. Wenn ein Sportler in der Lage ist, schwerere Lasten bei gleicher Geschwindigkeit oder dieselbe Last bei höherer Geschwindigkeit zu heben, ist dies ein Anzeichen dafür, dass er an Kraft gewinnt.
Ein weiterer wichtiger Aspekt bei Belastungs-Geschwindigkeits-Profilen ist die Form der Kurve. Die Form der Kurve kann je nach Übung, trainierter Muskelgruppe und Person variieren. So kann beispielsweise die Belastungs-Geschwindigkeits-Kurve bei einer Kniebeuge anders aussehen als die bei einem Bankdrücken. Ebenso kann die Belastungs-Geschwindigkeits-Kurve für den Quadrizeps anders aussehen als die für die hinteren Oberschenkelmuskeln.
Variationen im Verhältnis zwischen Belastung und Geschwindigkeit
Die Form der Last-Geschwindigkeits-Kurve kann je nach Person variieren. Nehmen wir an, die Geschwindigkeit liegt auf der Y-Achse und die Last auf der X-Achse. Manche Personen weisen eine steile Last-Geschwindigkeits-Kurve auf, was bedeutet, dass sie leichtere Lasten mit höheren Geschwindigkeiten heben können, ihre maximale Last jedoch relativ schnell erreichen. Dies ist ein klassisches „schnell, aber nicht stark“-Profil. Andere Personen haben möglicherweise eine flachere Belastungs-Geschwindigkeits-Kurve, was bedeutet, dass sie viel schwerere Lasten mit geringerer Geschwindigkeit heben können. Dies ist ein klassisches „stark, aber nicht schnell“-Profil.
Die Form der Belastungs-Geschwindigkeits-Kurve kann Auswirkungen auf das Training haben. So kann beispielsweise eine Person mit einer steilen Belastungs-Geschwindigkeits-Kurve von einem Training mit schwereren Lasten profitieren, um Maximalkraft aufzubauen, während eine Person mit einer flacheren Belastungs-Geschwindigkeits-Kurve von einem Training mit leichteren Lasten profitieren kann, um Kraft und Schnelligkeit zu entwickeln. In beiden Fällen gibt es Geschwindigkeitsbereiche, die speziell auf diese angestrebten Anpassungen zugeschnitten sind.
Es ist wichtig zu beachten, dass das Last-Geschwindigkeits-Profil kein einheitlicher Ansatz für das Krafttraining ist. Das Last-Geschwindigkeits-Profil ist zwar ein nützliches Instrument zur Bestimmung geeigneter Belastungen und zur Überwachung der Fortschritte, doch müssen individuelle Faktoren wie Trainingserfahrung, Verletzungsgeschichte und aktuelle körperliche Verfassung berücksichtigt werden.
Messung des Lastgeschwindigkeitsprofils
Es gibt verschiedene Methoden, um ein Belastungs-Geschwindigkeits-Profil zu messen. Dies kann im Laufe der Zeit auf natürliche Weise erfolgen, während die Athleten unterschiedliche Lasten mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten heben. Wenn Sie über ein VBT-Tool wie Perch verfügen, Perch diese Informationen über einen längeren Zeitraum speichern kann, können Sie sich ein Bild davon machen, ob der Athlet gut ausbalanciert ist, eine Belastungslücke aufweist oder eine Geschwindigkeitslücke hat.
Eine weitere Möglichkeit, das Belastungs-Geschwindigkeits-Profil zu messen, ist eine herkömmliche Untersuchung. Diese besteht in der Regel darin, Gewichte für mehrere Wiederholungen im Bereich von 30–85 % des 1RM zu heben (zum Beispiel 3 Wiederholungen bei 35 %, 2 Wiederholungen bei 45 %, 2 Wiederholungen bei 65 %, 1 Wiederholung bei 75 % und 1 Wiederholung bei 85 %). Die resultierenden Geschwindigkeiten können in einem Diagramm dargestellt werden, und die daraus resultierende lineare Regression liefert die Kurve ihres Last-Geschwindigkeits-Profils. Die gesamte Untersuchung dauert etwa 10 Minuten und kann Ihnen ein sehr gutes Verständnis der Leistung des Athleten vermitteln. Sie hilft auch dabei, das Programm optimal auf den Athleten abzustimmen.
Schlussfolgerung
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Belastungs-Geschwindigkeits-Profile ein wichtiger Aspekt im Krafttraining sind. Das Verhältnis zwischen Belastung und Geschwindigkeit kann genutzt werden, um geeignete Belastungen für verschiedene Trainingsziele zu bestimmen und die Fortschritte eines Sportlers zu überwachen. Die Form der Belastungs-Geschwindigkeits-Kurve kann je nach Übung und Person variieren und Auswirkungen auf das Training haben. Es ist jedoch wichtig, individuelle Faktoren zu berücksichtigen, wenn das Belastungs-Geschwindigkeits-Profil als Instrument im Krafttraining eingesetzt wird.
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Quellen
1. Cormack, S. J., & Newton, R. U. (2008). Der Einsatz mechanischer Geräte zur Messung der Kraftleistung im Sport: Eine kritische Betrachtung. Journal of Strength and Conditioning Research, 22(5), 1679–1688.
2. Haff, G. G., & Triplett, N. T. (2016). Grundlagen des Krafttrainings und der Konditionierung. Human Kinetics.